Mumps

Was ist das?

Wie Masern ist auch Mumps eine Viruserkrankung, die keineswegs immer glimpflich abläuft. Am häufigsten erkranken Kinder zwischen dem 2. und 15. Lebensjahr. Das Tückische an einer Mumpserkrankung sind die unberechenbaren Folgen, die von bleibenden Hörschäden bis-in extrem seltenen Fällen-sogar zur Zeugungsunfähigkeit reichen. Nach einer Mumpserkrankung sollte immer ein Hörtest gemacht werden.

Wie groß ist das Risiko für diese Erkrankung?

Mumps ist über alle Erdteile verbreitet und äußerst ansteckend. Der Erreger wird von Mensch zu Mensch über die Atemluft übertragen (Tröpfcheninfektion).

Wie äußert sich die Erkrankung?

Das Mumpsvirus wird hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion übertragen, selten auch über infizierte Gegenstände. Nach der Ansteckung vergehen mindestens 11 und höchstens 35 Tage, bis sich die ersten Krankheitszeichen zeigen. In der Regel sind es 16 bis 18 Tage.

Mumps beginnt mit Fieber, Appetitlosigkeit, Unwohlsein und Kopfschmerzen. 1 bis 2 Tage später schwillt die Ohrspeicheldrüse an. Häufig ist dabei die linke Gesichtshälfte betroffen; in drei Viertel der Fälle greift die Schwellung nach 3 bis 4 Tagen auch auf die andere Ohrspeicheldrüse über. Während dieser Zeit ist es schmerzhaft zu essen oder den Mund weit zu öffnen.

In etwa jedem zehnten Fall sind ausschließlich die Speicheldrüsen unter der Zunge befallen – das macht es in diesen Fällen schwer, die Erkrankung zu erkennen. Nicht selten tritt eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse mit Bauchschmerzen und Erbrechen auf.

Etwa 7 Tage vor Beginn der Speicheldrüsenschwellung bis 9 Tage danach ist ein Mumps-Kranker ansteckend, auch wenn die Krankheitszeichen nur schwach sind. Eine überstandene Mumps-Erkrankung hinterlässt vermutlich lebens-lange Immunität.

Komplikationen der Erkrankung

Auch die Mumpserkrankung verläuft nicht immer komplikationslos. Selten, aber nicht ungefährlich ist eine Gehirnentzündung durch Mumps, die bleibende Schäden hinterlassen kann. Ebenso werden in Einzelfällen Herzmuskel-, Gelenk- und Nierenentzündungen beobachtet. Auch Jugendliche und Erwachsene können an Mumps erkranken. Bei 25 % der männlichen Jugendlichen stellt sich eine Hodenentzündung ein. In Einzelfällen kann diese zur Zeugungsunfähigkeit führen. Bei weiblichen Jugendlichen kann Mumps von einer Eierstockentzündung begleitet sein, welche die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann.

Welchen Schutz gibt es?

Eine Impfung kann Schutz vor der Mumps-Erkrankung und Ihren Komplikationen bieten. Eine Behandlung mit Medikamenten, die die Ursache der Erkrankung bekämpfen, gibt es nicht.

Weitere Informationen zur Stiko-Impfempfehlung

Auf einen Blick :

Mumps

Erreger: Mumps-Virus (Paramyxovirus).

Übertragungsweg: Von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion über die Atemwege.

Inkubationszeit: 16 bis 18 Tage. Die Patienten sind 3-7 Tage vor bis maximal 9 Tage nach Ausbruch der Erkrankung infektiös.

Immunität nach Erkrankung: Meist lebenslang.

Häufigkeit und Verbreitung: Weltweites Vorkommen. In unserem Klima besteht ein gehäuftes Auftreten im Herbst, Winter und Frühjahr.

Ärztliche Meldepflicht:
Nur in Krankenhäusern, Kinder- und Entbindungsheimen sowie in an deren Gemeinschaftseinrichtungen, wenn Erkrankungen gehäuft auftreten.